IT, Natur, Männerchor. Regensburg.
25 Jahre in der IT. Vom Einwahlmodem zum KI-Prompt, alles gesehen, alles durchkonfiguriert, gelegentlich geflucht.
Irgendwann reichte das nicht mehr als Lebensinhalt. Nicht weil die Technologie langweilig geworden wäre, sondern weil ich gemerkt habe, dass Bildschirme zwar alles verbinden, aber nichts ersetzen.
Den Ausgleich habe ich im Wasser gefunden. In Flüssen, im Winter, ohne Neopren. Eisbaden ist mein Weg gewesen, den Kopf wieder ans Körpergefühl zu koppeln, die einfachste Form von Klarheit: drei Sekunden kalt, und das Hamsterrad hört auf zu drehen. Dieses Prinzip hat diesen Blog eine Weile bestimmt.
Jetzt kommt ein weiteres Kapitel.
Ich gründe einen Männerchor in Regensburg. Keinen mit Notenpulten und Probepflicht, sondern einen für alle, die eigentlich nur unter der Dusche singen. Einen, bei dem die einzige Voraussetzung ist, sprechen zu können. Einen, der existiert, weil zu viele Männer in dieser Stadt zu viel Zeit allein verbringen, ohne zu merken, dass ihnen das fehlt.
Ich bin kein Chorleiter. Ich bin kein Musiker. Ich bin jemand, der Teams aufbauen kann, Verantwortung abgeben kann, und der springt, bevor er sicher weiß, wie er landet. Seit 25 Jahren löse ich so technische Probleme. Jetzt löse ich damit ein menschliches.
Auf diesem Blog schreibe ich darüber. Über den Weg vom ersten Gedanken bis zur ersten Probe. Darüber, was es bedeutet, als Mann in einer Stadt anzufangen, Gemeinschaft zu stiften, die niemand bestellt hat. Über Singen, über Scheitern, und darüber, warum das Wasser mich immer noch mehr lehrt als jedes Meeting.
Hier in Regensburg, an der Mündung zweier Flüsse in die Donau.
